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Vor 2 Jahren genau verbrachte ich mehr als drei Wochen auf Sri Lanka. Anlass war eine Ayurveda Kur. Im Rahmen der Kur besuchte ich gemeinsam mit ein paar weiteren Gästen einen buddhistischen Tempel. An dem Abend gab es eine besondere Zeremonie, der wir beiwohnten durften. In Gesängen Gebeten, Meditationen und Räucherritualen nahmen wir teil- Anteil an der Hingabe der Mönche dort, an etwas Höheres, ich nenne es GÖTTLICHES, in dem wir alle miteinander verbunden sind.

An der Ausgangstür beim Verlassen des Raumes stand einer der Mönche. In der Hand hielt er eine große Garnrolle, bestückt mit weißem, schlichten Baumwollband. Jeder Besuchende erhielt ein " Armband". Behende wickelte der Mönch ein Stück des Bandes von der Rolle und passte es individuell dem Größenumfang des jeweiligen Handgelenkes an. Mit einem Schnitt trennte er das Band von der Rolle, legte es um das Handgelenk und verknotete die Enden. Ich kannte diese Tradition schon von meinem vorherigen Besuch auf Sri Lanka, 8 Jahre zuvor. Doch diesmal fragte ich expliziet nach der Bedeutung dieses Rituals.

Die Antwort lautete: Es gilt als Zeichen der Verbundenheit. Wir Menschen sind im Geiste alle miteinander verbunden und bilden eine Einheit. Dieses Band erinnert daran. Trage es sollange, bis es von selbst abfällt- sich auflöst- wie auch immer.

So trug ich das Band nun 2 Jahre lang. Mir fiel auf, dass es sich mit der Zeit weitete und seine Struktur poröser wurde. Immer wieder griff ich, auch oft unbewusst,.an den Knoten und berührte ihn mit dem Finger.

Dann. am Montag Morgen, in Vorbereitung auf einen Termin 60 Kilometer entfernt von Bonn, ich stand noch im Bad,, gleitete das Band wie selbstverständlich von meinem Handgelenk und fiel zu Boden. Erstaunt schaute ich nach unten. Es war so weit geworden, dass es locker von meinem Handgelenk rutschte.

Und ich erinnere wieder die große Garnrolle, auf der sich unendlich langes Band befand. Es steht als ein Symbol, dass wir nicht sichtbar dennoch alle miteinander verbunden sind.
Und wir hier auf der Erde miteinander wirken.

Mögen wir in diesen herausfordernden Zeiten erkennen, dass es nur in einem WIR im Sinne der göttlichen Ordnung ( wie im Himmel so auf Erden ) gesund weitergehen kann.

So wünsche ich dir Augenblicke, das Wesen der Verbundenheit zu fühlen.

Ute Maria Büenfeld

Wednesday December 31st, 2025
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